Damit der Start in die Weidesaison nicht mit schmerzhaften Magenproblemen, Koliken oder Hufrehe endet, ist ein behutsames und magenschonendes Anweiden das A und O. In diesem Beitrag erfährst du, worauf du achten musst und wie du den empfindlichen Pferdemagen optimal unterstützt.
Nach den kalten Wintermonaten steckt das junge Gras voller Energie. Es ist reich an Eiweiss und leicht verdaulichen Kohlenhydraten, enthält jedoch im Verhältnis noch wenig Rohfaser. Die grösste Gefahr für stoffwechselempfindliche Pferde ist jedoch der hohe Gehalt an Fruktan.
Was ist Fruktan? Fruktane sind wasserlösliche Speicherzucker in den Gräsern. Besonders bei viel Sonnenschein und gleichzeitig kühlen Temperaturen (wie es im Frühjahr häufig vorkommt) speichern die Pflanzen extrem viel Fruktan. Gelangt zu viel davon auf einmal in den Dickdarm des Pferdes, bringt das die empfindliche Darmflora aus dem Gleichgewicht. Die Folge können Übersäuerung, Blähungen, Kotwasser und im schlimmsten Fall Hufrehe sein.
Damit sich die Mikroorganismen im Pferdedarm an das neue Futter gewöhnen können, brauchen sie Zeit – mindestens zwei bis vier Wochen. Überstürze daher nichts!
Beginne am ersten Tag mit maximal 5 Minuten Gras an der Hand. Steigere die Zeit in den folgenden Tagen täglich um jeweils 5 bis 10 Minuten.
Lass dein Pferd niemals mit leerem Magen auf die Weide. Füttere vor dem Weidegang ausreichend Heu. Das dämpft den ersten Heisshunger und sorgt dafür, dass die Verdauung bereits „arbeitet“ und der Magen gepuffert ist.
Bei sonnigem Wetter und kühlen Nächten ist der Fruktangehalt im Gras nachmittags und abends am höchsten. Nutze für empfindliche Pferde daher eher die frühen Morgenstunden für die ersten Weideversuche.
Reagiert dein Pferd empfindlich auf Futterumstellungen oder neigt es schnell zu Magenproblemen? Dann solltest du den Magen-Darm-Trakt bereits vor und während der Anweidephase gezielt unterstützen.
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