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Herbst und Winter mit Heu: Braucht mein Pferd jetzt mehr Mineralstoffe?

Wenn die Weidesaison langsam endet und Heu zum wichtigsten Raufutter wird, verändert sich die Fütterung des Pferdes. Gerade nach einem trockenen Sommer ist dieser Übergang besonders deutlich: Das Gras wächst kaum noch, die Weide liefert weniger Raufutter und viele Pferde fressen bereits deutlich mehr Heu als in einem normalen Jahr.
Dunkle Pferd im Herbst

Doch mit der Umstellung auf Heu stellt sich eine weitere Frage:

Passt die Mineralstoffversorgung noch zur aktuellen Ration?

Denn Heu ist zwar die wichtigste Grundlage der Pferdefütterung, deckt den Bedarf an allen lebenswichtigen Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen aber nicht automatisch vollständig.

Heu ist wichtig – aber nicht automatisch bedarfsdeckend

Hochwertiges Heu liefert wertvolle Rohfaser und ist damit unverzichtbar für eine artgerechte Pferdefütterung. Sein Nährstoffgehalt kann jedoch erheblich schwanken.

Entscheidend sind unter anderem:

  • Standort und Boden
  • Pflanzenbestand
  • Schnittzeitpunkt
  • Witterung
  • Düngung
  • Lagerung

Deshalb kann man nicht allein anhand der Tatsache „Mein Pferd bekommt gutes Heu“ beurteilen, ob die gesamte Ration bedarfsgerecht mineralisiert ist.

Was verändert sich nach der Weidesaison?

Frisches Gras und konserviertes Heu unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung. Gleichzeitig verändert sich die gesamte Ration: Statt Weidegras stehen zunehmend Heu, Heucobs oder andere Raufutterprodukte auf dem Speiseplan.

Damit kann sich auch die Versorgung mit verschiedenen Mineralstoffen und Spurenelementen verändern.

Besonders wichtig ist deshalb, die Mineralisierung nicht nach Kalender, sondern nach der tatsächlichen Ration zu beurteilen.

Welche Mineralstoffe spielen eine wichtige Rolle?

Pferde benötigen eine Vielzahl an Mineralstoffen und Spurenelementen.
Dazu gehören unter anderem:

  • Calcium
  • Phosphor
  • Magnesium
  • Natrium
  • Zink
  • Kupfer
  • Mangan
  • Selen

Sie übernehmen im Organismus unterschiedliche Aufgaben und sind unter anderem für Knochen, Muskeln, Nerven, Haut, Hufe und zahlreiche Stoffwechselprozesse relevant.

Dabei gilt: Nicht möglichst viel ist das Ziel, sondern eine ausgewogene Versorgung.

Zink, Kupfer und Selen: kleine Mengen, grosse Bedeutung

Spurenelemente werden nur in relativ kleinen Mengen benötigt. Das macht sie jedoch nicht weniger wichtig.

Zink und Kupfer spielen beispielsweise eine wichtige Rolle im Stoffwechsel und bei der Erhaltung von Haut und Fell. Selen ist ebenfalls ein essenzielles Spurenelement, bei dem sowohl eine Unter- als auch eine Überversorgung problematisch sein kann.

Gerade bei Selen sollte deshalb nicht einfach auf Verdacht zusätzlich gefüttert werden.

Warum die Heuqualität eine Rolle spielt

Wer im Herbst und Winter überwiegend Heu füttert, sollte die Qualität und Herkunft des Heus möglichst gut kennen.

Denn zwei Heuchargen können sich hinsichtlich ihres Nährstoffgehalts deutlich unterscheiden.

Wenn eine Heuanalyse vorliegt, kann diese wertvolle Hinweise für die Rationsplanung geben. Fehlt eine Analyse, sollte das Mineralfutter sorgfältig auf die übrige Ration und den Bedarf des Pferdes abgestimmt werden.

Was ist mit Heucobs, Luzerne und Esparsette?

Auch Raufutterergänzungen können die Mineralstoffversorgung beeinflussen.

Heucobs
können beispielsweise einen Teil der Raufutterration ergänzen oder ersetzen.

Luzernecobs liefern zusätzlich wertvolle Nährstoffe und können insbesondere bei Pferden mit höherem Eiweissbedarf interessant sein.

Esparsettecobs bringen ebenfalls natürliche pflanzliche Bestandteile in die Ration.

Wird die Ration durch solche Produkte ergänzt, sollte auch deren Beitrag zur Gesamtversorgung berücksichtigt werden.

Mineralfutter im Herbst: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt zum Prüfen

Der Herbst ist ideal, um die Fütterung einmal ganzheitlich zu betrachten.

Frage dich:

  • Wie viel Heu bekommt mein Pferd tatsächlich?
  • Wie viel Gras nimmt es noch auf?
  • Welche Raufuttercobs oder Zusatzfuttermittel werden gefüttert?
  • Welche Leistung erbringt mein Pferd?
  • Ist das Pferd leicht- oder schwerfuttrig?
  • Welches Mineralfutter wird aktuell eingesetzt?
  • Gibt es eine Heuanalyse?

Diese Fragen helfen dabei, die Ration besser einzuschätzen.

Mineralfutter ist kein Produkt, das unabhängig von der Ration betrachtet werden sollte.

Entscheidend ist, wie viele Nährstoffe das Pferd bereits über Heu, Weide, Kraftfutter und andere Ergänzungen aufnimmt.

Ein gutes Mineralfutter sollte deshalb zur Fütterung passen und in der empfohlenen Menge eingesetzt werden.

Mehr Mineralfutter bedeutet nicht automatisch eine bessere Versorgung.

Wenn das Pferd im Sommer überwiegend Gras gefressen hat und im Herbst plötzlich fast ausschliesslich Heu bekommt, lohnt sich eine erneute Betrachtung der gesamten Ration.

Das gilt besonders:

  • bei Pferden mit reduziertem Weidegang
  • bei überwiegender Heufütterung
  • bei sehr sparsamen oder sehr nährstoffreichen Heuchargen
  • bei Sportpferden
  • bei Senioren
  • bei Pferden mit erhöhtem Nährstoffbedarf

Eine individuelle Rationsberechnung kann dabei helfen, Versorgungslücken oder unnötige Überversorgungen zu erkennen.

Die beste Mineralstoffversorgung beginnt nicht beim Mineralfutter, sondern bei der gesamten Ration.

Heu bildet die Basis. Darauf baut die weitere Fütterung auf.

Je genauer bekannt ist, was das Pferd bereits über Heu, Weide und Ergänzungsfuttermittel erhält, desto gezielter kann die Mineralisierung erfolgen.

So wird aus „irgendwie Mineralfutter füttern“ eine wirklich durchdachte Fütterungsstrategie.

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LEXA bietet verschiedene Mineralfutterlösungen, mit denen sich Pferderationen gezielt ergänzen lassen.

Welches Mineralfutter am besten passt, hängt unter anderem von der Grundration, dem individuellen Bedarf und der Leistung des Pferdes ab.

Gerade beim Wechsel von Weide zu Heu lohnt es sich, die bisherige Mineralversorgung kritisch zu überprüfen und gegebenenfalls neu auszurichten.

Fazit: Heu ist die Basis – die Mineralisierung macht die Ration komplett

Wenn im Herbst und Winter Heu den grössten Teil der Ration ausmacht, sollte die Mineralstoffversorgung nicht einfach nebenbei weiterlaufen.

Die Umstellung von Weide auf Heu ist ein guter Anlass, die gesamte Ration neu zu betrachten.

Hochwertiges Heu, passende Raufutterergänzungen und eine bedarfsgerechte Mineralisierung bilden gemeinsam die Grundlage für eine ausgewogene Pferdefütterung – auch dann, wenn das Gras in diesem Jahr besonders früh knapp geworden ist.

Wer jetzt seine Ration überprüft, kann sein Pferd gezielt durch Herbst und Winter begleiten.

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